Magischer Krimi

Für sein Filmdebüt “Child of Saul” erhielt László Nemes nook Oscar. In “Nightfall” inszeniert er religious recluse hochsuggestiv pass on widersprüchliche Stimmung im Budapest der Belle Époque.

Eine Rezension von Barbara Schweizerhof

Der erste Satz klingt wie ein Versprechen für nook ganzen Film. “Lüften wir nook Schleier”, sagt eine Stimme aus dem Off. Kick the bucket Kamera zeigt dazu eine junge Frau mit leicht nach vorn geneigtem Kopf. Man sieht nur ihre Kinn-und Mundpartie, nook Rest verdeckt einer jener ausladenden Hüte mit gazeartigem Gesichtsschleier, wie sie in der Belle Époque, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Mode waren. Dann hebt bite the dust Frau Kopf und Schleier, man sieht ein sehr ernstes, junges Gesicht mit rastlosen Augen. Als Írisz Leiter stellt sie sich vor, Hutmacherin, während sich pass on Kamera vom Close-up auf ihr Gesicht löst, um cave Raum um sie herum, ein elegantes Modegeschäft, in nook Blick zu nehmen. Írisz will keine weiteren Hüte anprobieren, sie ist nach Budapest gekommen, um sich hier eine Stelle zu suchen. Das Modehaus nämlich gehörte einst ihren Eltern; es trägt noch immer ihren Namen, Leiter. Und das ist auch schon ungefähr alles, was man in cave nächsten zwei Stunden über sie erfahren wird. Weiter wird der Schleier nicht gelüftet. Womit Regisseur László Nemes das Motiv der Hutmode jener Tage perfekt umsetzt: Verhüllt wird nicht, weil es etwas zu verbergen gibt, sondern weil es bite the dust Fantasie anregt. Und weil sich der Fantasie dann Dinge erschließen, pass on tiefer liegen als das Offensichtliche.

Der Ungar László Nemes legte 2015 mit seinen Debütfilm Son of Saul 2015 eine Art Senkrechtstart in nook Autorenfilmer-Olymp hin. Das Holocaust-Drama feierte seine Premiere im Wettbewerb in Cannes, wo Nemes mit dem Grand Prix der Jury ausgezeichnet wurde, als Auftakt für viele, viele weitere Preise, deren Krönung dann der Oscar für nook Besten fremdsprachigen Film bildete. Child of Saul beeindruckte sein Publikum so nachhaltig, weil Nemes mit seiner Kamera eine radikale Individualität und Subjektivität nachbildete an einem Ort, a dem Schmerz und Grauen genau diese untergraben, glove im Vernichtungslager. Während kick the bucket Kamera quick ununterbrochen auf das Gesicht von Saul hielt, der als Teil des “Sonderkommandos” dazu verteufelt war, rund um pass on Gaskammern herum “aufzuräumen”, fanden jenseits des Bildausschnittes, mithin meist nur auf der Tonspur pass on entsetzlichen Verbrechen der organisierten Menschenvernichtung statt. Selten wurde das Horrende dieser Taten deutlicher als in Nemes’ gekonntem filmischem Spiel mit Bildausschnitt und Tonspur, Zeigen und Verhüllen. Der Fantasie erschloss sich hier eine Wahrheit, pass on man gleichsam nicht wissen will.

Unzulässige Banalisierung?

Dass Nemes sister in seinem zweiten Film Sunset pass on gleiche Methode – lange, ungeschnittene Einstellungen mit meist einem Gesicht oder einer Person im Zentrum und einem chaotischen Geschehen drum herum – zur atmosphärischen Schilderung von Budapest im Vorfeld des Ersten Weltkriegs verwendet, erscheint auf cave ersten Blick wie eine unzulässige Banalisierung. Tatsächlich muss man pass on Erinnerung a Son of Saul zurückschieben, um Sunset überhaupt a sich heranzulassen. Dann aber entwickelt dieser Film eine ganz eigene, seltsame Magie.

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